Weihnachtstradition

Kartof­fel­sa­lat und Würst­chen am Hei­li­gen Abend ist, wie von mir fälsch­li­cher­wei­se ange­nom­men, kei­ne Sau­er­län­der Tra­di­ti­on, son­dern über die gesam­te Bun­des­re­pu­blik hin­weg bevor­zug­tes Essen am 24. Dezember. 

Die ursprüng­li­che Erklä­rung, war­um aus­ge­rech­net an dem Tag Schmal­hans Küchen­meis­ter ist, lei­tet sich dem­nach weni­ger aus reli­giö­ser Tra­di­ti­on denn aus prak­ti­schen Erwä­gun­gen ab. Die Vor­be­rei­tun­gen für das Weih­nachts­fest las­sen oft­mals kaum Zeit, den hal­ben Tag in der Küche zu verbringen. 

Tat­säch­lich gibt es regio­na­le Unter­schie­de beim Essen an Hei­lig­abend: Vom „ein­fa­chen“ Kar­tof­fel­sa­lat mit Würst­chen bis zu Fisch oder Bra­ten ist alles vertreten. 

Im Nor­den kommt der Kar­tof­fel­sa­lat mit Würst­chen auf den Tisch. Wenig ver­wun­der­lich wird oft­mals an dem Tag auch Fisch geges­sen. Im Süden wird’s herz­haft. Dort steht Bra­ten wie Schwein, Geflü­gel oder auch Wild, oft mit Knö­deln und Rot­kohl auf dem Tisch. 

Im Wes­ten (z.B. Rhein­land, NRW) ist das Bild beson­ders viel­fäl­tig: Neben Kartoffelsalat/Würstchen ste­hen dort Raclette, Fon­due, ver­schie­de­ne Fleisch­ge­rich­te und inter­na­tio­na­le Ein­flüs­se rela­tiv gleich­be­rech­tigt nebeneinander.

Mrs. L besteht im Übri­gen auch auf Kar­tof­fel­sa­lat und Würst­chen, weni­ger aus kul­tu­rel­len denn aus prak­ti­schen Erwä­gun­gen. Der Küchen­chef ist näm­lich gleich­zei­tig der Weih­nachts­mann. Mei­ne Zustän­dig­keit bezieht sich dar­auf, für die gan­ze Fami­lie und in deren Abwe­sen­heit wäh­rend des Kirch­gangs, die Weih­nachts­ge­schen­ke unter den Baum zu legen. 

Tolles Gespann


Was bis­her mit rudi­men­tä­ren Kennt­nis­sen mit der Script­spra­che PHP mehr schlecht als recht im Bereich der Anpas­sung in einem WP-The­me oder im CMS sel­ber funk­tio­nier­te, war, wenn es denn funk­tio­nier­te, ein ner­vi­ges Gebas­tel. Und selbst wenn ein ver­meint­lich funk­ti­ons­fä­hi­ges Script vor­lag, muss­te es meist mit­tels der Datei functions.php auf den Ser­ver gela­den wer­den. Oft­mals zeig­te sich bei Auf­ruf dann die Mel­dung auf dem Bild­schirm: Word­Press hat einen schwer­wie­gen­den Feh­ler fest­ge­stellt. Also wie­der ent­fer­nen, noch mal hoch­la­den und noch­mal und noch­mal, end­los nervig.

Damit ist jetzt Schluss. Die KI Per­ple­xi­ty ist, soweit ich das als Nicht Pro­gram­mie­rer beur­tei­len kann, die genia­le Lösung für das Erstel­len von Skrip­ten. Wenn ich die Anfor­de­run­gen am Befehls­promt prä­zi­se stel­le, bekom­me ich in der Regel auch ein prä­zi­ses Script. 

Mit dem genia­len Plug-In Code Snip­pets kann ich das fer­ti­ge Script ein­fach im Dash­board von Word­Press ein­set­zen und akti­vie­ren, das war’s schon. Ich habe bereits eini­ges auf der Sei­te damit umge­setzt. Bei­spiels­wei­se habe ich ein Script für einen Link zur Bear­bei­tung des Tex­tes für ange­mel­de­te Benut­zer pro­gram­mie­ren las­sen. Das The­me Gene­ra­te­Press konn­te damit stan­dard­mä­ßig nicht dienen. 

Ich bin jeden­falls begeis­tert, das Zusam­men­spiel zwi­schen Per­ple­xi­ty und dem Plug­in Code Snip­pets funk­tio­niert rei­bungs­los und es macht eine Men­ge Spaß. 

Apro­pos Plug­in: Auch das ist teil­wei­se nicht mehr nötig; zumin­dest ein­fa­che Plug­ins erstellt Per­ple­xi­ty anstandslos. 

Deindustrialisierung um jeden Preis?

Ich habe mir einen Blue­tooth Kopf­hö­rer gekauft. Für 16 € — in Wor­ten — sechs­zehn Euro. Natür­lich kommt das Ding aus Chi­na, kein High­tech Kopf­hö­rer und viel­leicht bei der Bedie­nung nicht ganz durch­dacht. Der Preis aller­dings ist unschlag­bar und der Kopf­hö­rer tut was er soll. Ähn­li­che Model­le aus Deutsch­land kos­ten mind. das Vier­fa­che, nach oben sind kei­ne Gren­zen gesetzt. War­um ich das erzähle? 

Deutsch­land ist preis­lich kein ernst­haf­ter Kon­kur­rent in Sachen Elek­tro­nik für Chi­na und ande­ren Länder.

Und das gilt selbst­ver­ständ­lich auch für Elek­tro­au­tos. In dem Seg­ment wer­den für chi­ne­si­sche Autos knapp die Hälf­te des Prei­ses angezeigt. 

Natür­lich sind E‑Autos bes­ser als Ver­bren­ner, nicht nur für die Umwelt. Dar­um geht’s nicht. Es geht dar­um, dass die Auto­mo­bil­in­dus­trie in Deutsch­land allei­ne mit E‑Autos wohl kaum eine Über­le­bens­chan­ce hat. 

Man könn­te argu­men­tie­ren, dass Deutsch­land ohne die Auto­mo­bi­lis­ten wirt­schaft­lich nicht unter­geht. Eine Recher­che macht schnell klar, dass bei einer kom­plet­ten Abwan­de­rung der Auto­mo­bil­in­dus­trie nicht nur ein paar hun­dert­tau­sen­de Arbeits­plät­ze auf dem Spiel stehen. 

Die deut­sche Auto­mo­bil­in­dus­trie beschäf­tigt direkt 721.400 Per­so­nen, indi­rekt 1,76 Mil­lio­nen. Direk­te Abhän­gig­kei­ten wie Dienst­leis­ter, Han­del und Logis­tik trei­ben die Gesamt­zahl auf etwa 1,8 bis 5 Mil­lio­nen Arbeits­plät­ze hoch. Auto­mo­bil­re­gio­nen wie Baden-Würt­tem­berg wür­de ein Groß­teil der Gewer­be­steu­er aus­fal­len. Die Fol­gen wären im Ein­zel­nen noch nicht abzu­se­hen.(Recher­che: KI)

Ein signi­fi­kan­ter Stel­len­ab­bau in der zweit­größ­ten Indus­trie­bran­che (nach dem Maschi­nen­bau) könn­te zu einer Zunah­me von Armut, Abwan­de­rung und sozia­len Span­nun­gen in Regio­nen füh­ren, die stark von einem ein­zi­gen Indus­trie­zweig abhän­gig sind. Bereits jetzt mel­den sich Tau­sen­de von Arbeit­neh­mern für Kurz­ar­beit an, was lang­fris­tig zu sozia­len Unru­hen füh­ren kann. Zudem wür­de der Ver­lust von Export­kraft und Wohl­stand eine Bedro­hung für den gesell­schaft­li­chen Kon­sens in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land darstellen. 

Wenn das Aus vom Ver­bren­ner-Aus nun ernst­haft dis­ku­tiert wird und mei­ner Mei­nung nach durch­kommt, geht es nicht dar­um, dass das E‑Auto bes­ser, umwelt­freund­li­cher, lei­ser und auch noch bedeu­tend durch­zugs­stär­ker sind als jeder Ver­bren­ner. Das ist nicht die Frage. 

Vor dem Hin­ter­grund der feh­len­den Kon­kur­renz­fä­hig­keit kön­nen wir uns ein­fach kein strik­tes Ver­bot für Ver­bren­ner­au­tos leis­ten. Ohne die gesam­te Auto­mo­bil­in­dus­trie plus Zulie­fe­rer, die anhän­gi­ge Logis­tik und Ver­sand wür­den wir Gefahr zu lau­fen, den sozia­len Frie­den in der Bun­des­re­pu­blik zu gefähr­den und die rechts­extre­me AFD in Regie­rungs­po­si­ti­on befördern. 

Solan­ge also die Bun­des­re­pu­blik mit E‑Autos nicht kon­kur­renz­fä­hig ist, wäre ein strik­tes Ver­bot von Ver­bren­nern fahrlässig. 

Das ist lei­der auch ein Teil der Wahrheit.

Design zerschossen

Gera­de noch drü­ber gespro­chen und schon zer­schie­ße ich mir durch Unacht­sam­keit mein Blog­lay­out. Also von vor­ne. Als Aus­gangs­the­me dient Gene­ra­te­Press, noch ziem­lich im Ori­gi­nal­de­sign, das kann sich aber ändern. 😃

Neue Hardware

Mein doch etwas betag­ter Rech­ner muss­te erneu­ert wer­den. Ich hat­te mir vor fünf Jah­ren einen PC der Mar­ke Acer etwas auf­ge­motzt und als Betriebs­sys­tem Linux-Mint im Dual­boot mit Win­dows spen­diert. Da mei­ne gesam­te ande­re Peri­phe­rie inzwi­schen aus dem Hau­se Apple ist, war für mich fol­ge­rich­tig, dass es irgend­wann ein Mac, sozu­sa­gen als Home­ba­se wer­den würde. 

Wur­de es auch, aller­dings kein IMac, son­dern ein Mac Mini M4 mit 16GB Ram und 512 GB Fest­plat­te. Als Ergän­zung einen Sate­chi-Hub, das ist sozu­sa­gen ein Unter­bau für den Mac-Mini, der ver­schie­de­ne Funk­tio­nen ergänzt. Zum einen erwei­tert der Hub den Mac um ein paar USB-Anschlüs­se und einen Kar­ten­le­ser, zum zwei­ten kann dort eine inter­ne SSD unter­ge­bracht wer­den, die der Mac (angeb­lich, hof­fent­lich 🧐) als Fest­plat­te erkennt. 

Drit­tens und auch nicht unwich­tig, mit dem Hub muss der Mac zum Ein – und Aus­schal­ten nicht mehr ange­ho­ben wer­den, der Hub lässt den Mac etwas höher daste­hen und hat für den Ein/Ausschalter eine Ein­ker­bung. (Wobei ich nicht ver­ste­hen kann, dass jemand auf die Idee kom­men kann, einen Schal­ter im Boden zu versenken)

Der Mac-Mini hat alle Anschlüs­se, die man braucht. In der Mehr­heit sind das Thun­der­bolt und USB‑C Anschlüs­se, sie sich aber alle mit­tels Adap­ter mit USB-Gerä­ten ver­bin­den las­sen. Wenn man ein­mal mit Apple gear­bei­tet hat, weiß man: Alles funk­tio­niert und das tadel­los. Mac-Mini anschlie­ßen, Über­nah­me der Daten, Ein­stel­lun­gen, Datei­en und Pro­gram­me von mei­nem Mac-Book; all das war in kur­zer Zeit ohne Mur­ren bewerkstelligt. 

Die ein­zi­ge Anwen­dung die rum­zick­te, war die von Micro­soft. Das Office Paket für Mac signa­li­sier­te Unwil­len zu funk­tio­nie­ren. Ich neh­me an, da ich es sei­ner­zeit nur mit einer Lizenz für einen PC erwor­ben hat­te. Ich konn­te aber recht preis­güns­tig ein Office Paket 2021 für Mac bekom­men. (An die­ser Stel­le ein herz­li­ches Dan­ke­schön an mysoftware.de für den tol­len Sup­port) MS Office ist unge­schla­gen wohl die bes­te Soft­ware für Text/Kalkulation, das kann Micro­soft wirk­lich gut. 

Der Preis von für den Mac-Mini geht aus mei­ner Sicht in Ord­nung, in der Kon­fi­gu­ra­ti­on mit 512 GB kos­tet der Mini M4 800 Euro, das kos­tet ein Mit­tel­klas­se PC mit Win­dows auch. Apple lässt sich aller­dings Spei­cher­platz fürst­lich bezah­len, da muss man schon auf­pas­sen, für wel­chen Ein­satz­zweck der Mac sein soll. Nach­rüs­ten ist nicht. Apro­pos nachrüsten. 

Natür­lich kann man am Mac Mini jede Tas­ta­tur und jeder Maus nut­zen; ich habe aber sehr schnell gemerkt, dass die Ori­gi­nal Apple Tas­ta­tur und Maus bei wei­tem unschlag­bar für den Mac ist. Die wun­der­ba­ren Funk­tio­nen mit­tels Short­cuts las­sen sich näm­lich nur mit der Apple Tas­ta­tur auf­ru­fen. Bei­de Ein­ga­be­ge­rä­te lässt sich Apple natür­lich auch gut bezah­len, das soll­te man wis­sen und zum Grund­preis addieren. 

Ansons­ten – WOW! Ich bin als Apple Jün­ger ja schon eini­ges gewohnt, aber die schaf­fen es immer wie­der mich zu über­ra­schen. Nicht nur die erwähn­ten Short­cuts, das Zusam­men­spiel mit der haus­ei­ge­nen KI, son­dern auch die über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Apple Gerä­ten sucht sicher­lich ihres­glei­chen. Bei­spiel gefällig? 

Ich hat­te einen Text­ab­schnitt in die Zwi­schen­ab­la­ge kopiert, den ich im Anschuss auf dem Mac­book oder IPho­ne ein­fü­gen kann. Datei­en, Tex­te die auf dem einen Rech­ner ange­fan­gen sind, kann ich wie selbst­ver­ständ­lich auf dem andern wei­ter bear­bei­ten usw.usf.

Design, Funk­ti­on, bei Apple passt das ein­fach. Ok, ich bin als Apple Fan nicht ganz objek­tiv, ich höre schon auf….. 😉

Weihnachtsmann oder Christkind?

Als jemand, der in einem evan­ge­li­schen Haus­halt auf­ge­wach­sen ist, wur­de uns Kin­dern von den Eltern erzählt, der Weih­nachts­mann bräch­te die Geschen­ke. Bis in die Neu­zeit war das für mich auch als Agnos­ti­ker akzep­ta­bles Stim­mungs­bild zu Weih­nach­ten. Ins­be­son­de­re in der Erzäh­lung gegen­über den, sowohl im eige­nen als auch im erwei­ter­ten fami­liä­ren Umfeld, zu beschen­ken­den Netz­kin­dern. Jeden­falls so lan­ge wie sie noch jung waren. 

Regel­mä­ßig gab’s aller­dings einen Rüf­fel von Mrs. L, die dar­auf bestand, dass das Christ­kind in ihrer fami­liä­ren Tra­di­ti­on und im Kon­text mit Weih­nach­ten die Geschen­ke ablie­fert. Nun, für das jüngs­te Netz­kind, das sich der selbst im Über­gang zum Teen­ager befin­det, war die Dop­pel­be­set­zung nie ein Pro­blem, solan­ge die Geschen­ke am 24. Dezem­ber nur unter dem Baum lagen. Aller­dings beant­wor­tet der Satz: „Mir egal“ ja nicht direkt die Fra­ge nach der per­so­ni­fi­zier­ten Zustellung. 

Aber für was hat man denn die KI?

Für die Ant­wort auf die Fra­ge, wer jetzt für was an Weih­nach­ten zustän­dig ist, bräuch­te es kei­ne KI, behaup­tet Mrs. L, da mein Zustän­dig­keits­be­reich mit der Besor­gung des Weih­nachts­baums und anschlie­ßen­dem Ver­tei­len der Prä­sen­te unter dem Baum abschlie­ßend beschrei­ben wäre. Alles wei­te­re stün­de schließ­lich auf Mrs L’s To-Do-Lis­te, was eben­falls die Geschen­ke­fra­ge beant­wor­tet. Das ist zwar alles rich­tig und ich bin Mrs. L ja auch dank­bar für soviel Prag­ma­tis­mus, den­noch ließ es die eigent­li­che Fra­ge nach Weih­nachts­mann und Christ­kind unbeantwortet.

Die KI weiß zu berich­ten, dass in katho­li­schen Regio­nen das Christ­kind und in evan­ge­li­schen Regio­nen der Weih­nachts­mann die Geschen­ke bringt. Das läge in der Geschich­te der Refor­ma­ti­on im 16. Jahrhundert. 

Vor der Reformation brachte der heilige Nikolaus am 6. Dezember die Geschenke. Martin Luther, der Reformator, war gegen die Heiligenverehrung, daher schaffte er den Nikolaus als Gabenbringer ab und setzte stattdessen das "Christkind" als Geschenkebringer für den 25. Dezember ein.

Die Ver­wir­rung war kom­plett. Mein rudi­men­tä­res reli­giö­ses Wis­sen ver­or­te­te bis­her Mar­tin Luther als Refor­ma­tor der evan­ge­li­schen Kir­che, als müss­te doch von evan­ge­li­scher Sei­te die Erst­zu­stel­lung durch das Christ­kind erfolgen?!

Auch das wuss­te die KI zu beantworten:

Die heu­ti­ge Ver­tei­lung, wer für was zustän­dig ist, also Christ­kind in katho­li­schen Gegen­den und Weih­nachts­mann in evan­ge­li­schen, ist his­to­risch spä­ter gewach­sen und hat mit der luthe­ri­schen Prä­gung nichts mehr zu tun. Das Christ­kind beson­ders in katho­li­schen Regio­nen als Geschen­ke­brin­ger eta­bliert, obwohl der Ursprung die­ser Figur tat­säch­lich in der pro­tes­tan­ti­schen Refor­ma­ti­on liegt. In evan­ge­li­schen Regio­nen Deutsch­lands ent­wi­ckel­te sich im 19. und 20. Jahr­hun­dert künf­tig der Weih­nachts­mann, eine Figur, die ihre Wur­zeln wie­der­um im Hei­li­gen Niko­laus hat, aber unab­hän­gi­ger und weni­ger kirch­lich geprägt ist.

Oder wie das jüngs­te Netz­kind ver­mu­tet: „Der Weih­nachts­mann und das Christ­kind sind Kol­le­gen, die bei­den arbei­ten bei Amazon.“

Nebenbei bemerkt

Das Ver­hal­ten eines Unter­neh­mens muss nach innen wie nach außen stets schlüs­sig und kon­se­quent sein. Einem Unter­neh­men nützt die bes­te Wer­bung nichts, wenn die Taten den Wor­ten wider­spre­chen. Wich­tig für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tik ist ihre Über­ein­stim­mung mit den lang­fris­ti­gen Zie­len und der Phi­lo­so­phie des Unternehmens.

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nisch könn­te man genau­so gut sagen:

reH mal­ja’ beha­vi­or vuD­nIS­lu’, inter­nal ‘ej extern­al­ly. yIcohé­rence ‘ej cohé­rent. adver­ti­sing nIv­bogh chep­moH mal­ja’pa­gh mu’­mey tlhoch­chugh ta’­mey. Qum­pIn potlh ngoch motlh ‘oH ngo­Q­mey nI’­qu’ ‘ej mal­ja’ phi­lo­so­phie ‘oH.

Das ist klin­go­nisch und das ist exakt das, was bei den meis­ten ankommt, mit denen Sie beruf­lich zu tun haben. 

Kippt das rigerose Verbrenner-Aus?

Der aktu­el­le Sta­tus der­zeit regelt, dass ab 2035 kei­ne Neu­wa­gen mit Ver­bren­nungs­mo­to­ren mehr zuge­las­sen wer­den dür­fen. Ab 1. Janu­ar 2035 dür­fen in der EU nur noch emis­si­ons­freie Neu­wa­gen, wie Elek­tro­au­tos, neu zuge­las­sen wer­den. In Deutsch­land ringt die Bun­des­re­gie­rung um eine ein­heit­li­che Posi­ti­on, wohl auch weil Auto­in­dus­trie und Zulie­fe­rer mas­siv Arbeits­plät­ze abge­baut haben. Nun will die Bun­des­re­gie­rung auf eine wei­te­re Locke­rung des Ver­bren­ner-Ver­bots bei der EU drän­gen. Auch nach 2035 sol­len Hybrid­fahr­zeu­ge, also Fahr­zeu­ge mit Ver­bren­ner und Elek­tro­mo­tor zuge­las­sen wer­den. Auch beson­ders effi­zi­en­te Ver­bren­ner­mo­to­ren sol­len nach Wil­len der Koali­ti­on wei­ter zuge­las­sen werden. 

Ein­ge­denk der Tat­sa­che, dass wir mit einem strik­ten Ver­bren­ner­ver­bot ver­mut­lich nicht nur die deut­sche Auto­mo­bil­in­dus­trie und die Zulie­fe­rer ver­lie­ren, (und das mit ca. 800.000 Arbeits­plät­zen) wür­de Deutsch­land sich natür­lich auch von der Ent­wick­lung und For­schung der Moto­ren­tech­nik abkop­peln. Was auf den ers­ten Blick für die Ent­wick­lung der CO2 Emit­tie­rung und damit auch für Kli­ma posi­tiv erschei­nen mag, ist auf den zwei­ten Blick ein Trug­schluss. Nicht nur, dass der Moto­ren­bau neben dem Maschi­nen­bau sozu­sa­gen eine Kern­kom­pe­tenz der Bun­des­re­pu­blik ist, Deutsch­land wür­de eben­falls das Know­how, For­schung und Ent­wick­lung des Moto­ren­baus unwi­der­ruf­lich an Län­der wie die USA, Chi­na, Japan, Indi­en, Bra­si­li­en und Russ­land ver­lie­ren. Das hat die Koali­ti­on in sel­te­ne­re Ein­mü­tig­keit offen­sicht­lich erkannt und ver­sucht nun die EU für ein Umden­ken zu gewinnen. 

Mit dem strik­ten Ver­bot gin­gen außer­dem um die 5 Pro­zent Wirt­schafts­kraft ver­lo­ren – und das vor dem Hin­ter­grund einer sta­gnie­ren­den Wirt­schaft. Die Ein­bu­ßen für die Bun­des­re­pu­blik las­sen sich zwar nicht direkt ermit­teln, schrumpft die deut­sche Wirt­schaft aber noch mehr, wird ver­mut­lich für den wich­ti­gen Kli­ma­schutz kein Geld mehr da sein. 

Ich hal­te die Hybrid­tech­nik als Über­gangs­tech­no­lo­gie für einen guten Kom­pro­miss zur Ein­spa­rung von CO2 Emis­sio­nen und für die ver­nünf­tigs­te Lösung. Mit dem Ein­satz von Elek­tro­mo­to­ren in Ver­bin­dung mit dem Ver­bren­ner las­sen sich nicht nur eheb­li­che Men­gen an Sprit spa­ren und die Reich­wei­te ver­län­gern; wir kop­peln uns damit eben nicht nur von einer Tech­nik kom­plett ab, son­dern inves­tie­ren wei­ter­hin in For­schung und Ent­wick­lung immer effi­zi­en­te­rer Motoren. 

Der Sprit­ver­brauch sol­cher Hybrid­fahr­zeu­ge ist heu­te bereits nur noch mar­gi­nal. Zudem könn­te man in den Innen­städ­ten rein auf das elek­tri­sche Fah­ren set­zen, um ent­spre­chend des Lärms und der Abgas­emis­sio­nen nahe Null zu reduzieren. 

Wirt­schaft und Wett­be­werbs­fä­hig­keit wür­den in dem Bereich des Moto­ren­baus erhal­ten blei­ben. Letzt­end­lich wür­de auch das Kli­ma gewin­nen, da ein star­res Ver­bot von Neu­fahr­zeu­gen mit Ver­bren­ner ver­mut­lich nur dem Gebraucht­wa­gen­markt hilft. 

Gebrauch­te Autos mit einem maxi­mal höhe­ren Sprit­ver­brauch wür­den noch über Jahr­zehn­te hin­weg von den­je­ni­gen genutzt, sie sich kein Elek­tro­au­to leis­ten kön­nen, bzw. ohne Lade­mög­lich­kei­ten sind.